Sport Aktuell

Große Spiele 2019

Hessen ist Deutscher Meister

Die Auswahlmannschaft der Damen und Herren Ü60 des Hessischen Tennis Verbandes gewinnt erstmals die Großen Fritz Kuhlmann Spiele in der A Gruppe und wird damit Deutscher Meister der Verbände. Team 50 steigt auf und Team 40 wird Zweiter.

Ein historischer Erfolg für das hessische Seniorentennis gelang am vergangenen Wochenende auf der Anlage der TF Grün-Weiß Fürth. Hessen holt erstmals die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse Ü60. Es war überhaupt seit 35 Jahren der erste hessische Sieg eines Seniorenteams bei den traditionellen Wettbewerben der Landesverbände, den sog. "Großen Spielen". 1984 gewann zuletzt eine Ü50-Auswahl den Titel.

Seniorenreferent Markus Erdmann hatte sich in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, dass alle hessischen Auswahlmannschaften um den ersten Platz in ihren Wettbewerben mitspielen können. Das ist rundum gelungen. Die Auswahl Ü50 gewann in der Gruppe C und schaffte den Aufstieg und die Auswahl Ü40 belegte den 2. Platz und hielt sich in der B-Gruppe. "Die 60er haben aber mit ihrem Sieg in der A-Gruppe den Vogel abgeschossen. Dieser Titel geht in die Annalen ein", so Markus Erdmann, der wieder viel ehrenamtliche Arbeitszeit in die Zusammenstellung der Teams und die Organisation investiert hatte. Hier gehts zu den Ergebnissen.

1. Große Fritz Kuhlmann-Spiele: HTV-Team 60 wird Deutscher Meister
2. Große Schomburgk-Spiele: HTV-Team 50 steigt in Gruppe B auf
3. Große Walther Rosenthal-Spiele: HTV-Team 40 wieder Zweiter

Großer Sport und Spannung in Fürth

Mit Non-playing-Captain Günter Friedl fuhr das Hessenteam Ü60 nach Fürth. Die Nominierten waren:

Friedl

Brigitta

TC RW Neu-Isenburg

Labenski

Jutta

FTC Palmengarten

Weitzel

Marion

TC RW Neu-Isenburg

Chop

Gabriele

TC RW Neu-Isenburg

Liebthal

Klaus

Tennis 65 Eschborn

Jungnitsch

Manfred

Tennis 65 Eschborn

Stondzik

Klaus-Dieter

Tennis 65 Eschborn

Pardatscher

Peter

Tennis 65 Eschborn

Bereits am ersten Spieltag wartete der Gastgeber aus Bayern auf die Hessen. Es dauerte ganze 7 Stunden bis die Hessenauswahl endlich die notwendigen 5 Punkte zusammen hatte. Manfred Jungnitsch, Klaus Liebthal, Klaus-Dieter Stondzik und Brigitta Friedl punkteten in den Einzeln und Stondzik/Friedl holten den 5 Punkt im Mixed. Jungnitsch/Liebthal lagen zwar im Herrendoppel aussichtsreich in Führung, sparten aber nach dem Matchball des Mixed ihre Kräfte und schenkten beim Stand von 7:5, 3:2 ihren Gegner den nicht mehr benötigten Punkt. Labenski/Chop unterlagen im Matchtiebreak, der in allen Begegnungen statt eines dritten Satzes gespielt wird.

Am Sonntag spielte Hessen im Finale dann gegen die Auswahl vom TV Niederrhein. Wieder behielten die Topspieler Manfred Jungnitsch, Klaus Liebthal und Klaus-Dieter Stondzik ihre weiße Weste und gewannen ihre Einzel. Da die Damen diesmal keinen Einzelpunkt holen konnten, ging es mit 3:3 in die Doppel. Hier gewannen Jungnitsch/Liebthal recht glatt und das Damendoppel Weitzel/Chop hatte keine Siegchance. So musste der 5. Punkt im Mixed her. Klaus-Dieter Stondzik und Brigitta Friedl gewannen den ersten Satz 6:3, mussten aber den 2. Satz gegen Karin Plaggenborg und Gerhard Mans mit 2:6 abgeben. Spannend wie ein Krimi verlief dann der Matchtiebreak, der schließlich mit 10:6 gewonnen wurde.

Stolz empfing Kapitän Günther Friedl den Siegerpokal bei der Siegerehrung, nach der die Deutsche Meisterschaft dann noch ausgelassen gefeiert wurde.


Deutscher Meister 2019: Team Hessen 60 mit Günter Friedl (NPC - 2. v. l.), Klaus Liebthal, Klaus-Dieter Stondzik, Brigitte Friedl, Peter Pardatscher, Manfred Jungnitsch, Marion Weitzel, Gabriele Chop und Jutta Labenski

Aufstieg mit Ansage

Das Team 50 des HTV spielte in der Gruppe C der Großen Schomburgk Spiele beim TC Boehringer Ingelheim um den Aufstieg in die B-Gruppe. Hier waren folgende Spieler nominiert:

Roth

Frauke

TC Bruchköbel

Seeger

Barbara

RW Giessen

Dukatz

Antje

TC Hainstadt

Breitgraf

Elke

TC Dietesheim

Nagel

Frank

TV Ober-Eschbach

Thierolf

Christoph

Eintracht Frankfurt

Helmeke

Jochen

TC BW Hünfeld

Sturm

Rene

TuS Griesheim

Göring

Marcus

TC SW Frankfurt

Helmboldt

Michael

SaFo Frankfurt

Non-playing-Captain war Markus Erdmann, der von vornherein den Aufstieg als klares Ziel formulierte. Dank der starken Leistung, insbesondere der Damen, konnte das Ziel erreicht werden. Aber es war dann doch ein schweres Stück Arbeit.

Im Halbfinale traf Hessen auf die Auswahl aus Sachsen. Bereits nach den Einzeln waren durch die glatten 2-Satz-Siege von Christoph Thierolf, René Sturm, Frauke Roth, Barbara Seeger und Antje Dukatz die notwendigen 5 Punkte gewonnen. Lediglich Frank Nagel hatte gen die starke sächsische Nr. 1 Christoph Schaal mit 2:6, 3:6 das Nachsehen. Wieviel Spielfreude und Teamgeist die Mannschaft besitzt, kann man u. a. daran erkennen, dass sie die unbedeutenden Doppel auf alle Fälle spielen wollten. Und so kamen in den Doppeln auch Jochen Helmeke, Marcus Göring und Elke Breitgraf zum Einsatz und leisteten ihren Beitrag zum letztlich ungefährdeten 8:1 Erfolg.

Das Finale am Sonntag wurde gegen die Gastgeber aus Rheinland-Pfalz gespielt, die zuvor die Mannschaft aus Hamburg mit 8:1 geschlagen hatten.

Hier zeigten die hessischen Damen ihre Ausnahmestellung in der AK 50 und holten alle drei Einzelpunkte. Barbara Seeger schlug die amtierende Deutsche Meisterin der Damen 55, Jolanta Bojko klar mit 6:4, 6:0, Antje Dukatz gewann 6:1, 6:4 und Elke Breitgraf überzeugte mit einem deutlichen 6:3, 6:2 Erfolg. Den 4. Einzelpunkt steuerte Michael Helmboldt bei, der sehr stark aufspielte und gegen Falko Zink 6:2, 6:2 gewinnen konnte.

Das hessische Herrendoppel mit Helmeke/Helmboldt konnte gegen das starke Doppel Jung/Zink aus Rheinland-Pfalz nicht punkten und so standen unser Damendoppel und das Mixed doch schon ein wenig unter Druck. Zumal man im Vorjahr schon einmal eine 4:2 Führung noch abgeben musste. Doch in diesem Jahr zeigten die Damen starke Nerven und Seeger/Breitgraf gewannen überlegen mit 6:3, 6:1. Die hessische "Geheimwaffe" Marcus Göring konnte im Mixed mit der herausragend aufspielenden Frauke Roth schließlich noch den 6. Punkt mit 2:6, 6:3, 11:9 erzielen.

Glücklich lagen sich die siegreichen Mannschaftsmitglieder nach dem Matchball in den Armen und feierten den lang ersehnten Aufstieg in die Gruppe B.


Sieger Gruppe C 2019 - HTV Team 50: o. v. l. Frauke Roth, Antje Dukatz, Barbara Seeger, Frank Nagel, Marcus Göring, Jochen Helmeke, m. v. l. Michael Helmboldt, Christoph Thierolf, Elke Breitgraf, René Sturm. Unten Markus Erdmann NPC.

Team 40 wieder Zweiter bei den Walther Rosenthal-Spielen

Bereits im letzten Jahr hatte das Team 40 des HTV im Finale großes Pech und belegte den 2. Platz. Das sollte diese Jahr besser werden und Non-playing-Captain Timo Hahn konnte auch eine starke Truppe mit nach Brauweiler bei Köln nehmen.

Nominiert waren:

Kamen

Monika

TC Dietesheim

Brauneck

Tanja

TC BR Erbach

Kaiser

Kerstin

TC Hainstadt

Moral Santiago

Tanja

Tennis 65 Eschborn

Kurandt

Sven

TC Bruchköbel

Kesper

Oliver

TC Bad Vilbel

Klein

Daniel

Wiesbadener THC

Brenzel

Alexander

SG Lohfelden

Das Halbfinale gegen Berlin/Brandenburg konnte durch Siege von Oliver Kesper, Monika Kamen und Tanja Brauneck in den Einzeln und von Kesper/Brenzel und Kamen/Kurandt im Mixed mit 5:4 gewonnen werden. Damit war das Minimalziel Klassenerhalt erreicht.

Im Endspiel am Sonntag ging es gegen den Gastgeber TV Mittelrhein. Daniel Klein lieferte sich im Top-Einzel der Herren einen großen Kampf gegen Alexander Mühler und verlor dennoch denkbar knapp mit 6:1, 3:6, 9:11. Ähnlich erging es Tanja Brauneck, die mit 6:10 im Matchtiebreak unterlag. Nur Oliver Kesper konnte sich im Einzel durchsetzen und so lag man uneinholbar mit 1:5 hinten. Die unbedeutenden Doppel wurden den Hessen dann geschenkt.

Durch die guten Nachrichten aus Ingelheim vom Team 50 und aus Fürth mit dem Deutschen Meistertitel des 60er Teams hatten die 40er dann doch noch etwas zu feiern und der erneute 2. Platz in der Gruppe B war schnell verdaut.

30.08.2019

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