Jugend Aktuell

20. ITF Juniors in Bruchköbel

Erstes ITF Juniors in Deutschland seit COVID-19 erfolgreich beendet!

Über 150 Zuschauer erfreuten sich bei schönstem Sonnenschein an den beiden Finalspielen des 20. ITF-Jugendweltranglistenturnier beim TC Bruchköbel am vergangenen Samstag. Bei den Juniorinnen holte sich die Hamburgerin Noma Noha Akugue (Club an der Alster) den Titel. Sie bezwang die Siegerin von 2018, Julia Middendorf (TV Visbeck) mit 6:4, 6:3. Bei den Junioren durfte der Franzose Sean Cuenin nach dem 6:2, 6:4 –Erfolg gegen Pierre Yves Bailly aus Belgien jubeln.

„Mit Noma und Julia haben sich auch die beiden besten Spielerinnen der vergangenen Woche für das Finale qualifiziert“, zog Bundestrainerin Jasmin Wöhr ein positives Fazit der Leistungen ihrer Spielerinnen. „Sechs deutsche Spielerinnen im Viertelfinale, drei im Halbfinale, dazu noch ein rein deutsches Doppelendspiel, ich hatte in Bruchköbel Vollbeschäftigung.“ Wöhr lobt das Konzept des Verbandes im vergangenen halben Jahr. „Die Ergebnisse hier haben gezeigt, dass wir in Corona-Zeiten sehr gut gearbeitet haben, wir hatten viele Lehrgänge und auch die NextGen-Turnierserie hat den Spielerinnen einiges an Praxis vermittelt.“

Die 17-jährige Middendorf führte schnell mit 2:0, die neun Monate jüngere Noha Akugue drehte die Partie und entschied Satz eins mit 6:4 für sich. Im zweiten Durchgang gab es zahlreiche Breaks, auch hier hatte Noha Akugue am Ende mit 6:3 die Nase vorne. Sean Cuenin, Sieger der Junioren, hatte bereits im vergangenen Jahr hatte schon Bruchköbeler Luft geschnuppert und die Konkurrenz im Doppel gewonnen, diesmal setzte er sich im Einzel durch. Mit einem Ass beendete Sean Cuenin das Finale und freute sich über seinen Erfolg. „Ich habe die ganze Woche stark gespielt und bin auch im engen Finale sehr konzentriert zu Werke gegangen.“

Happy End auch für Turnierdirektor Martin Fetzer und sein komplettes Team. „So viel Arbeit wie in diesem Jahr hatten wir selten“, erinnert er sich an die Zeit im Frühjahr, in der die ITF alle Turniere absagte und der Bruchköbeler Head Cup 2020 auf der Kippe stand, immer wieder verschoben wurde. „Die Heraufstufung in die Klasse J3, die zusätzlichen Vorgaben der ITF und der Politik in Coronazeiten, wir hatten einiges zu tun“, dankte Fetzer vor allen Dingen den vielen Helfern des TC Bruchköbel und denkt schon an das Turnier im kommenden Jahr.

Auch für ITF-Supervisor Martin Zorn war es etwas Besonderes. „Mitte März habe ich das letzte ITF-Turnier auf deutschem Boden in Hamburg noch mittendrin auf Anordnung des Weltverbands abbrechen müssen, jetzt in Bruchköbel das erste nach der Coronapause geleitet“, zog auch Zorn ein mehr als positives Fazit der Turnierwoche. Ein großer Teil des Tennisnachwuchses zog jetzt nach Hannover weiter, wo in dieser Woche gespielt wird. Im Oktober trifft man sich dann bei uns im Landesleistungszentrum auf der Rosenhöhe in Offenbach, wo der HTV zwei weitere ITF-Turniere (7.-11.10 und 21.-25.10.) veranstaltet.

Beste Hessin im Einzel war die 17-jähirge Mara Guth vom TC Bad Vilbel, die sich in Runde 2 gegen die spätere Siegerin Noma Akugue geschlagen geben musste. In der Doppelkonkurrenz schaffte es das hessische Doppel um U16-Hessen-Vizemeisterin Nikol Mircheva vom TC RW Gießen mit Partnerin Gina Feistel vom SC SaFo Frankfurt bis ins Halbfinale, wo man sich den späteren Siegerinnen Tea Lukic und Joelle Steur im Match-Tiebreak geschlagen geben musste. Bester Hesse war der 16-jährige Taym Al-Azmeh vom Frankfurter TC Palmengarten, der im Einzel in der zweiten Runde gegen den an Eins gesetzten Belgier Raphael Collignon ausgeschieden ist, es mit seinem Doppelpartner Geni Inoue aber sogar ins Finale schaffte.

Finalergebnisse:

  Juniorinnen Junioren
Einzel Noma Noha Akugue (Club an der Alster)
- 6:4, 6:3 -
Julia Middendorf (TV Visbek)
Sean Cuenin (Frankreich)
- 6:2, 6:4 -
Pierre Yves Bailly (Belgien)
Doppel Tea Lukic/Joelle Steur (TC GW Gifhorn/TP Versmold)
- 6:3, 2:6, 10:8 -
Julia Middendorf/Mia Mack (TV Visbek/TK Bietigheim)
Martin Katz/William Nolan (Belgien/Großbritannien)
- 6:3, 7:6 -
Taym Al Azmeh/Geni Inoue (Waske-Tennis-University/Japan)

 

Titelbild: Siegerehrung mit Bürgermeisterin Sylvia Braun und Dirk Hordorff, Vizepräsident DTB und HTV-Vizepräsident.
© Hikmet Temizer

21.09.2020

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